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Stanzen – Produkte

Stanzen: Loch, Kontur oder Probe – welches Verfahren passt?

Beim Stanzen trennt ein Schneidwerkzeug mit einem einzigen Hub ein Loch oder ein ganzes Teil aus dem Material. Diese Kategorie umfasst alle Stanzverfahren im Sortiment: Lochstanzen für weiche Werkstoffe, Formstanzen mit Bandstahlmesser, Blechstanzen mit Stempel und Matrize sowie Probenstanzen für das Prüflabor, dazu die passenden Unterlagen, Vorrichtungen und Pressen. Entscheidend für die Wahl sind Werkstoff, Form des Ausschnitts und Stückzahl.

Welche Stanzverfahren gibt es?

  • Lochstanze: Ein rundes, scharfkantiges Schneidrohr drückt durch Leder, Textil, Kork, Filz, Gummi oder Papier. Für Handpressen gibt es Lochstanzen von Ø 3 bis Ø 30 mm, eine Ausführung für starkes Leder und Werkzeuge zum Vorstanzen für DIN-Ösen in Planen.
  • Formstanze: Ein Stanzmesser aus Bandstahl in beliebiger Kontur schneidet gegen eine Stanzplatte. Messer werden nach Form und Größe auf Anfrage gefertigt.
  • Stempel und Matrize: für Blech und harte Kunststoffe, auch für Langlöcher, Ronden und Ausklinkungen
  • Reihenstanze: mehrere Lochstempel nebeneinander für eine ganze Lochreihe in einem Hub
  • Probenstanze: Messer in Normgeometrie für Prüfkörper aus Kunststoff und Gummi

Von Hand, mit Handpresse oder mit Kniehebelpresse?

Mit dem Hammer arbeiten Locheisen, Rundlocheisen mit Stanzstiften und Henkellocheisen für Ovalösen. Das reicht für Einzelstücke und Reparaturen.

In der Handpresse werden Lochstanzen und Vorrichtungen eingesetzt, etwa die Stanz- und Prägevorrichtung für die HP-5. Der Hub ist gleichmäßiger als der Hammerschlag, das Werkstück liegt ruhig.

Die Kniehebelpresse HP-7 mit 15 bis 50 kN übernimmt Formstanzen auf Arbeitsflächen bis 450 × 270 mm, Blechlochungen mit Wechselwerkzeugen sowie Reihen- und Probenstanzen. Sie wird nach Aufgabe ausgerüstet.

Welche Unterlage braucht das Werkzeug?

Jede Schneide braucht eine passende Gegenlage, die sie beim Durchstoßen schont:

  • Kunststoffunterlage oder Kunststoff-Amboss (Ø 70 × 12 mm) für Locheisen und Lochstanzen
  • Stanzplatte für Bandstahlmesser, rund in Ø 80 und Ø 100 mm oder rechteckig in 80 × 80 und 100 × 80 mm
  • Matrize als formgleiches Gegenstück zum Stempel beim Blechstanzen

Passende Kategorien

Locheisen und Setzwerkzeuge im Einzelnen finden Sie unter Werkzeuge, Pressen für Metall unter Blechstanzen. Arbeitsflächen für Bandstahlmesser vergleicht Flachbettstanzen, normgerechte Messer für Prüfkörper führt Prüf- und Probekörperstanze.

Häufige Fragen

Wie viel Kraft braucht man zum Stanzen?

Als Richtwert gilt: Schnittkantenlänge × Materialdicke × Scherfestigkeit. Ein Loch Ø 10 mm hat rund 31,4 mm Schnittkante; in 1 mm Baustahl mit einer Scherfestigkeit von etwa 300 bis 400 N/mm² ergibt das rund 9 bis 13 kN. Weiche Werkstoffe wie Leder oder Karton brauchen deutlich weniger.

Welche Materialien lassen sich mit Bandstahlmessern stanzen?

Bandstahlmesser sind für Papier, Karton, Leder, Textilien, Kunststoffe, Folien, Filz, Gummi und andere flexible Materialien gedacht. Sie schneiden gegen eine Stanzplatte. Für Blech und harte Kunststoffe wird stattdessen mit Stempel und Matrize gearbeitet.

Wie hart sind die Schneiden der Locheisen und Lochstanzen?

Laut Produktangaben sind die Schneiden gehärtet und angelassen auf HV 480 bis 558, das entspricht HRC 47 bis 52. Werkstoff ist Stahl C35 bis C45, die Pfeife ist blank geschliffen. Eine Kunststoff- oder Aluminiumunterlage schont die Schneide beim Durchstoßen.

Wozu dient ein Auswerfer an der Stanze?

Der Auswerfer drückt das ausgestanzte Teil aus dem Messer, damit es sich nicht staut und das nächste Teil sauber gestanzt wird. Die Rundlocheisen haben einen gefederten Stanzgutauswerfer, Probenstanzen gibt es mit Auswerfgummi, gefederten Auswerferstiften oder gefederter Auswerferplatte.